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Bei wieviel jährlichem oder monatlichem Einkommen liegt denn momentan die Armutsgrenze in Deutschland? Und wer legt das fest?

+21 Punkte
Grade hier von nicht registriertem Anonymen gelesen, dass man mit 1600 im Monat knapp drüber liegt ?!

Aber wo liegt sie wirklich und wer sagt, dass es so ist?
Gefragt Apr 8, 2010 in Sonstiges von wolv 50K (56,410 Punkte)

3 Antworten

+3 Punkte
 
Beste Antwort
Man muss hier zwischen absoluter und relativer Armut unterscheiden.

Absolute Armut wird von der Weltbank so definiert, als dass man pro Tag weniger als 1,25$ zur Verfügung hat. In der EU gelten Personen mit weniger als 60 Prozent des Durchschnitteinkommens als relativ arm. Für die BRD ergab sich daraus ein statistischer Durchschnittswert. Dieser besagt, wer in Deutschland in den alten Bundesländern über weniger als 730 Euro und in den neuen Bundesländern über weniger als 605 Euro Einkommen verfügt, der lebt unterhalb einer relativen Armutsgrenze. Diesen Grenzwert unterschreiten mittlerweile 13,9 Prozent der Bevölkerung.
Beantwortet Apr 9, 2010 von chrische 20K (25,290 Punkte)
heißt das dann, dass alle menschen mit einem mini-job auf 400€-basis am existenzminimum leben ?
für sich alleine: ja.
aber 400 Euro jobber sind normalerweise nicht allein sondern teilen sich den haushalt, und damit die lebenshaltungskosten mit anderen leuten. zum beispiel die hausfrau, die die haushaltskasse aufbessert indem sie im supermarkt für 400€ aushilft, die hat nen ehemann, der bei VW arbeitet und seine... was weiß ich wieviel bekommt.
VV
+5 Punkte
Das Existenzminimum liegt bei ungefähr 595 Euro Monatsverdienst, die Armutsgrenze ungefähr im Bereich 900-1000 Euro monatlich.

wer das nun aber festlegt hab ich keine ahnung sry :P
Beantwortet Apr 8, 2010 von Azrok 50K (55,210 Punkte)
–7 Punkte
Das legt eine Bundesinstitution zu, ich glaube eine Gemeinschaft aus Arge/Agentur für Arbeit/Arbeitsministerium, Sozial- und Finanzministerium...

Das Internet sagt auch noch schön: Die Armutsgrenze wird festgestellt, indem die essentiellen Ressourcen, die ein durchschnittlicher Erwachsener in einem Jahr konsumiert, berücksichtigt und deren Kosten summiert werden. Der größte Kostenfaktor sind meist Miete oder Grundstückspreise. Aus diesem Grund richten Wirtschaftswissenschaftler ihr Augenmerk in besonderem Maße auf den Immobilienmarkt als einen wichtigen Einfluss auf die Höhe der Armutsgrenze.

Die Zahlen sind, glaube ich, richtig aber muss man bedenken das das ja nur für Deutschland ist. Als Existenzgüter zählen ja bei uns ja auch ein Fernseher und ein Telefon - etwas was in Afrika schon eher Luxus ist ....
Beantwortet Apr 9, 2010 von B o b 100K (259,520 Punkte)

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